|
Eingriffe am Feten Neben rein diagnostischen
Eingriffen, die nur der Gewinnung von Zellen des Kindes zur
Chromosomenanalyse dienen (z.B.
Fruchtwasseruntersuchung), gibt es auch die Möglichkeit, den Feten
selbst im Mutterleib zu behandeln.
Abgesehen von den Aufsehen erregenden vorgeburtlichen
"echten" Operationen, die sich noch im Experimentalstadium befinden und
hoch spezialisierten universitären Zentren unter Studienbedingungen
vorbehalten sind, gibt es auch Eingriffe, die in der
pränataldiagnostischen Praxis durchgeführt werden.
Hierzu gehören beispielsweise Punktionen von Körperhöhlen
des Kindes, die dem Absaugen von zu viel Flüssigkeit etwa zwischen
Brustwand und Lunge dienen.
Ein
großer Teil der Eingriffe sind Bluttransfusionen durch die Nabelschnur.
Hierbei wird dem Kind nach Einführen einer Nadel in die Nabelschnurvene
(wie bei der Nabelschnurpunktion)
eine speziell aufbereitete Blutkonserve (ca. 10 bis 40 ml Blut)
verabreicht (transfundiert). Notwendig ist dies z.B. bei kindlicher
Blutarmut (Anämie), die vor allem bei Blutgruppenunverträglichkeiten
oder bestimmten Infektionen (Ringelröteln) auftreten können.
Weitere Möglichkeiten zur fetalen Therapie ergeben sich
z.B. bei fetalen Herzrhythmusstörungen. |