Indikationen zur
invasiven
Diagnostik
- familiäres Risiko (z.B. ein Kind mit Down-Syndrom
in der Familie)
- Alter über 35 Jahre
- Chromosomenstörung oder anderes Syndrom in
vorangegangener Schwangerschaft
- mütterliche Angst
- Wunsch der Mutter
Die "Altersindikation" (Alter der Mutter über 35
Jahre) bedeutet, dass das individuelle Risiko einer Frau, ein Kind mit
einer Chromosomenstörung zur Welt zu bringen, mit dem mütterlichen Alter
ansteigt. Die häufigste Störung ist das Down-Syndrom mit einem
zusätzlichen Chromosom 21. Die folgende Tabelle zeigt die Abhängigkeit
des Risikos vom Alter der Mutter
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Mütterliches Alter |
Risiko für Down-Syndrom |
|
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bei Geburt |
|
20 |
1 von 1530 |
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25 |
1 von 1350 |
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30 |
1 von 900 |
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32 |
1 von 660 |
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34 |
1 von 450 |
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35 |
1 von 360 |
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36 |
1 von 280 |
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38 |
1 von 170 |
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40 |
1 von 100 |
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42 |
1 von 55 |
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44 |
1 von 30 |
Ab dem ca. 35. Lebensjahr ist das
individuelle Risiko, ein Kind mit Down-Syndrom zu bekommen, höher als
das Eingriffsrisiko einer Fruchtwasseruntersuchung (Risiko ca. 1:300 -
1:400). Daher wurde in der Vergangenheit recht deutlich zwischen "über
35" und "unter 35" unterschieden.

Heute jedoch ist dieser Grundsatz
zugunsten einer individuellen Auslegung verlassen worden. Immer mehr
wird dazu übergegangen, dann eine Indikation für eine invasive
Diagnostik zu stellen, wenn die Patientin es nach ausführlicher Beratung
für sich selbst als sinnvoll ansieht.
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