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Die Ultraschalluntersuchung
Es gibt derzeit zwei
unterschiedliche Qualitätsstufen für diese Methode:
-
Basis-Frühscreening
- Erweitertes Frühscreening
Diese beiden Untersuchungen
unterscheiden sich in der Anzahl der untersuchten Parameter und der
Qualifikation der Untersucher sowie in der Aussagekraft der
Untersuchung.
Basis-Frühscreening
Diese Untersuchung besteht aus
der Messung der
- kindlichen Nackentransparenz
(NT)
- und ggf. einer Blutabnahme
bei der Mutter (Serumscreening)
Hierbei wird bei Feten zwischen
der 12. und 14. Schwangerschaftswoche eine Flüssigkeitseinlagerung im
Bereich des Nackens gemessen. Diese Flüssigkeit ist auch bei völlig gesunden Feten immer vorhanden! Das Vorhandensein einer
solchen Flüssigkeitseinlagerung ist also an sich keinesfalls immer
krankhaft! Erst bei einer deutlichen Zunahme der Flüssigkeitseinlagerung
(und damit der Breite des Spaltes) erhöht sich das Risiko für eine
Chromosomenstörung oder eine andere Erkrankung (z.B. einen Herzfehler
oder eine andere Fehlbildung).
Wichtig:
Auch eine deutlich verbreiterte
NT ist kein Beweis für eine kindliche Erkrankung, sondern kann
auch "einfach so" auftreten bzw. keine krankmachende Ursache haben!!!
Daher sollten Sie, wenn bei Ihrem Kind eine Verbreiterung der
Nackentransparenz festgestellt wurde, nicht gleich an das Schlimmste
denken...
Übrigens: Die Grenze zwischen
einer normalen und einer krankhaften Verbreiterung ist fließend und
hängt unter anderem vom Alter des Kindes, dem Alter der Mutter und
eventuell von auffälligen Befunden in früheren Schwangerschaften ab.
Keinesfalls sollte eine
Risikoabschätzung "über den Daumen" durchgeführt werden, sondern immer
durch einen zertifizierten Untersucher mit der aktuellsten Software
kalkuliert und im Beratungsgespräch vermittelt werden!
Erweitertes Frühscreening
Zusätzlich zu den im Rahmen des Basis-Frühscreenings gemessenen Werten sind durch wissenschaftlichen und
gerätetechnischen Fortschritt in den letzten Jahren zu den
"klassischen" Parametern (Nackentransparenz und Serumscreening)
vier
neue Untersuchungen hinzu gekommen, die die Genauigkeit des
Frühscreenings weiter erhöhen und das Falsch-Positiv-Risiko (Häufigkeit
einer auffälligen Risikoberechnung bei gesundem Kind) senken:
Diese Untersuchungen stellen höchste
Anforderungen an Untersucher und Ultraschallgerät und stehen in der
Regel nur in spezialisierten Praxen und Kliniken zur Verfügung. Der
Untersucher muss für jeden Parameter eine eigene Zertifizierung
nachweisen, um die Werte in der Risikokalkulation berücksichtigen zu
können.
- Darstellung und Messung
eines kleinen Knochens in der Nase (fetales Nasenbein)
- Untersuchung des kindlichen
Herzens auf eine Undichtigkeit der rechten Herzklappe
- Messung der Herzleistung durch
Untersuchung eines vor dem Herzen befindlichen Gefäßes
- Messung des Gesichtswinkels zur
Unterscheidung eines auffällig flachen von einem normalen Profil
Der Untersucher muss für jeden der
vier Parameter eine eigene Zertifizierung nachweisen, um diese Werte in der Risikokalkulation zu berücksichtigen und die Berechnung
damit noch genauer werden zu lassen.
Weiterhin wird im Rahmen dieses
Frühscreenings bereits ein früher Fehlbildungsultraschall durchgeführt,
der neben dem Nachweis der unauffälligen Entwicklung (Körperumrissbild,
Proportionen, Extremitäten) bereits viele organische Störungen des Kindes erkennen kann.
Aufgrund der geringen Größe der Organe (das Herz ist in dieser Zeit ca.
5 mm groß, die Füße haben eine Länge von ca. 1 cm!) ist diese
Möglichkeit aber ebenfalls High-End-Geräten und qualifizierten Untersuchern
vorbehalten.
In unserer Praxis wird bei jeder
Untersuchung das Frühscreening inklusive der erweiterten Messungen durchgeführt. Der Untersucher
ist für alle Messungen bei der FMF London und FMF Deutschland
zertifiziert.
Die Untersuchung beinhaltet
demnach
- den frühen Fehlbildungsultraschall
- die Messung der
Nackentransparenz (NT)
- die Darstellung bzw. Messung
des Nasenknochens
- die frühe Herzuntersuchung
- und die Bestimmung von zwei Werten aus dem
mütterlichen Blut (Serumscreening)
Nachfolgend können Sie einige Beispielbilder
anklicken:
(Bitte beachten Sie auch die Pfeile
neben der Bildleiste; beim Klicken auf diese Pfeile zeigen sich noch
mehr Bilder)
unauffällige Nackentransparenz auffällige (verbreiterte) Nackentransparenz auffällige (verbreiterte) Nackentransparenz unauffälliges (vorhandenes) Nasenbein auffälliges (fehlendes) Nasenbein unauffällige rechte Herzklappe (Ausschlag nach oben) auffällige rechte Herzklappe (Blutfluss in beide Richtungen)
unauffällige Nackentransparenz
Qualitätskontrolle
Die Praxis und das Labor ist ein anerkanntes
Referenzzentrum der Fetal Medicine Foundation
London und der FMF Deutschland und unterliegt deren strengen
Prüfkriterien und Qualitätskontrollen.
Der Urheber der Methode, Prof. K. Nicolaides und die
Fetal Medicine Foundation (FMF) Deutschland erteilt die Lizenz und
überwacht die richtige Anwendung und die Qualifikation des Untersuchers
durch jährliche Überprüfungen.
Bitte beachten Sie:
Diese Untersuchung
ermöglicht lediglich eine - wenn auch sehr genaue -
Risikoabschätzung. Unauffällige Ergebnisse sind keine Garantie
für ein Kind ohne Chromosomenschäden oder andere
Fehlbildungssyndrome. Eine auffällige Nackentransparenz kann
auch andere Ursachen haben, die häufig harmlos sind, aber auch
weitere Untersuchungen nach sich ziehen können. Ein 100%iger Ausschluss von Erkrankungen des Ungeborenen ist mit keiner
Untersuchungsmethode möglich!
Es gelten die gleichen Grenzen wie bei den späteren
Ultraschalluntersuchungen: Eine echodichte mütterliche Bauchdecke
oder eine ungünstige Lage der Gebärmutter oder des Feten schränken
die Beurteilungsmöglichkeiten auch hier stark ein.
Der
sichere Ausschluss einer Chromosomenstörung ist nur durch eine
Untersuchung von Fruchtwasser, kindlichem Blut oder Gewebe des
Mutterkuchens möglich. Das Frühscreening ermöglicht lediglich
eine Risikoabschätzung. Wenn Sie eine sichere Aussage über
Chromosomenstörungen brauchen, so sollten Sie eine invasive
Diagnostik in Betracht ziehen.

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