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Weiterführende, differenzierte
Organdiagnostik ("großer" Ultraschall, "Organultraschall")
Die weiterführende, differenzierte Organdiagnostik ist
nicht identisch mit den Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der normalen
Mutterschaftsvorsorge. Vielmehr ist die, auch vereinfachend "großer"
Ultraschall genannte Untersuchung normalerweise an bestimmte
Indikationen gebunden. Dies können z.B. sein:
- Risiken in der Vorgeschichte
- Vererbbare Erkrankungen in der Familie
- Verdacht auf Schädigung durch äußere Einwirkung
(z.B. Röntgenstrahlen, Medikamente, Strahlentherapie, bestimmte
Impfungen)
- Auffälligkeiten bei Untersuchungen im Rahmen der
normalen Mutterschaftsvorsorge (z.B. auffällige kindliche
Strukturen, Veränderungen der Fruchtwassermenge oder der Plazenta,
auffälliges CTG, Wachstumsverlust)
In der weiterführenden Organdiagnostik werden zunächst
alle darstellbaren kindlichen Organe sowie das "äußere" Bild des Kindes
(Profil, Körperumriss) untersucht. Daneben werden auch die "äußeren"
Bedingungen wie Fruchtwassermenge und Lage/Aussehen des Mutterkuchens
beurteilt.
Die Untersuchungsbedingungen sind zwischen der 20. und
23. Schwangerschaftswoche am besten, da hier ein sehr guter Kompromiss
zwischen schon erkennbaren (größer werdenden) Organen und noch
übersichtlichen Ultraschallbedingungen besteht. Später sind die Knochen
so dicht und das Kind so groß, dass eine übersichtliche Darstellung und
Abgrenzung kaum noch möglich ist. Vor allem das Herz und die
Extremitäten können nach der 24. SSW in aller Regel nur noch schlecht
abgegrenzt werden.
Voraussetzung für eine weiterführende Organdiagnostik
sind nach unserer Auffassung ein hoch auflösendes High-End-Ultraschallgerät und eine weitgehende Spezialisierung und große
Erfahrung des Untersuchers.
Einen großen Einfluss auf die Aussagekraft der
Untersuchung haben jedoch auch die Ultraschallbedingungen. Auch wenn im
Rahmen der ca. 30 Minuten dauernden Untersuchung sich oft eine
ungünstige Lage des Kindes noch ändert, so sind durch die Dichte der
mütterlichen Bauchdecken und die Lage der Plazenta (um nur zwei Faktoren
zu nennen) entscheidend für die Untersuchungsqualität.
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