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Auf den nachfolgenden Seiten informieren wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Pränataldiagnostik:

Diese werden unterteilt in

Einige grundlegende Gedanken zu den vorgeburtlichen Untersuchungen finden Sie unter der Rubrik "In eigener Sache"

Was bedeutet "Pränatale Diagnostik"?

Die große Mehrheit aller Kinder wird völlig gesund geboren. Trotzdem ist es ganz normal, dass die werdenden Eltern sich vom Moment der Feststellung der Schwangerschaft an Gedanken um die Gesundheit Ihres Kindes machen.

Im Rahmen der Schwangerenvorsorge wird Ihr behandelnder Frauenarzt mit Ihnen zusammen den Verlauf der Schwangerschaft überwachen und Sie nach eigenen oder familiären Risikofaktoren befragen. Er wird Sie auch über die Grenzen der normalen Mutterschaftsvorsorge informieren und Ihnen die Möglichkeiten der weiterführenden pränatalen Diagnostik erläutern. Er wird Ihnen spezielle Untersuchungen (z.B. Fruchtwasseruntersuchung) nahe legen, wenn ein Risiko (z. B. mütterliches Alter) besteht oder er bei einer Ultraschalluntersuchung den Verdacht auf eine Abweichung von der Norm geäußert hat.

Manche Untersuchungen (vor allem Ultraschalluntersuchungen) können aber auch sinnvoll sein, ohne dass ein bestimmtes Risiko besteht:

Ca. 2-4% der Kinder werden mit einer Fehlbildung geboren. Dies können leichte Fehler sein oder Auffälligkeiten ohne Krankheitswert, manchmal aber auch schwerere Störungen (z.B. Herzfehler), bei denen allein die Kenntnis eine bessere Geburtsplanung ermöglicht oder eine intrauterine Therapie oder frühzeitige Entbindung notwendig sind.

Da die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für diese Untersuchungen in normalerweise nur im Verdachtsfall oder bei vorbestehenden Risiken übernimmt, gibt es die Möglichkeit, diese als Selbstzahlerleistung (IGeL) in eigener Verantwortung durchführen zu lassen. 

In aller Regel werden die Untersuchungsergebnisse Sie beruhigen und Ihnen viele Sorgen und Bedenken nehmen.

Es können sich aber aus jeder Diagnostik weitere Fragestellungen ergeben oder Konfliktsituationen entstehen, besonders dann, wenn Erkrankungen oder Fehlbildungen diagnostiziert oder vermutet werden.

BEVOR Sie die Möglichkeiten der pränatalen Diagnostik nutzen, sollten Sie deshalb folgendes bedenken:

 

  • Bin ich bereit, eventuell weit reichende Konsequenzen aus den Untersuchungsergebnissen zu ziehen.
  • Bin ich bereit, ein Eingriffsrisiko einzugehen, wenn mir eine invasive Diagnostik empfohlen wird, obwohl das Kind vielleicht völlig gesund ist.
  • Was würde eine festgestellte Behinderung oder Erkrankung an meiner Einstellung zum Kind oder zur Schwangerschaft ändern

 

Sie sollten immer auch bedenken: Es gibt auch ein Recht auf „Nicht-Wissen“. Auch wenn alle betreuenden Frauenärzte verpflichtet sind, Sie auf Risiken oder weiterführende Maßnahmen hinzuweisen, so entscheiden letztendlich Sie, ob weitere Untersuchungen für Sie persönlich sinnvoll sind.

Diese Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen, aber wir können Ihnen bei der Entscheidungsfindung mit allen Mitteln helfen, die uns zur Verfügung stehen, ob orientierend durch diese Homepage oder durch persönliche Beratung oder Untersuchung.

Sollten sich im Rahmen der Untersuchungen auffällige Befunde ergeben, so werden Sie ebenfalls nicht allein gelassen: 

  • Auffällige Ultraschallbefunde werden immer direkt im persönlichen Gespräch mit dem Untersucher erläutert
  • Sind Fehlbildungen (z.B. Herzfehler) festgestellt worden, die einer Betreuung direkt nach der Geburt bedürfen, arbeiten wir vorzugsweise mit dem Zentrum für Perinatalmedizin der Universität Bonn zusammen, in dem z.B. Kinderkardiologen oder Kinderneurologen mit Ihnen die Versorgung nach der Geburt planen.
  • Bei Störungen, die durch eine invasive Diagnostik erkannt wurden, werden Sie von Frau Dr. Lemmens, Fachärztin für Humangenetik, informiert und betreut