Ultraschall-Feindiagnostik

3D/4D-Ultraschall

Herzdarstelllung, farbliche Darstellung der Blutflüsse

Herz- und Gefäßdarstellung

Gesicht in der 30. SSW

Gesicht in der 30. SSW

Was ist 3D-Ultraschall

 

Moderne 3D/4D-Ultraschalltechnik dient vorwiegend als ergänzende Untersuchung bei speziellen Fragestellungen. Sie ermöglicht eine dreidimensionale Wiedergabe der kindlichen Strukturen.

 

Dreidimensionaler Ultraschall verwendet „normale“ 2D-Ultraschallbilder und erzeugt durch eine bewegliche Sonde viele parallele Schichtbilder. Diese werden dann zu einem „Volumenblock“ zusammengesetzt.

 

 

Mittels hoch komplexer Computertechnik werden je nach Untersuchungsziel Volumen- oder Oberflächenbilder berechnet. Da das Gerät nur ein einziges Volumen berechnen muss (stehendes Bild), ist die Auflösung höher als bei 4D-Ultraschall (s.u.), aber geringer als bei einem „normalen“ 2D-Ultraschallbild.

3D-Ultraschall ist also ein „Foto“ eines Ultraschallvolumens

 

 

 

Was ist 4D-Ultraschall

 

Durch modernste Geräte- und Ultraschalltechnik ist es heute möglich, die Erzeugung eines dreidimensionalen Volumens (s.o.) derart schnell hintereinander zu berechnen, dass 3 oder mehr Volumenbilder pro Sekunde dargestellt werden können. Wie bei einem Film können so Bewegungen des Kindes in Echtzeit dargestellt werden (real-time-3D). Da hier also die Zeit als „vierte Dimension“ zu den drei räumlichen Dimensionen hinzukommt, nennt man diese Ultraschalltechnik auch 4D-Ultraschall (dies war eher eine Marketing-Idee der Gerätehersteller).

 

Mit den in der Praxis verwendeten neuesten Technologie der elektronischen Matrix-Sonden fallen die beweglichen Teile der „normalen“ 3D-Sonden weg und es sind deutlich mehr Bilder pro Sekunde möglich. Hier wirken Bewegungen dann absolut flüssig.

4D-Ultraschall ist also ein bewegter zeitlicher Ablauf (Film) von 3D-Bildern.   

 

 

Gesicht und Mimik 32. SSW

Embryo in der 9. SSW

Welche verschiedenen Arten der 3D/4D-Sonographie gibt es

 

 

Während für die werdenden Eltern naturgemäß die realistische Oberflächendarstellung ihres Kindes im Mittelpunkt steht, sind in den letzten Jahren im absoluten High-End-Bereich der Ultraschalltechnik weitere Arten der 3D-4D-Volumendarstellung hinzugekommen, die auch den medizinisch-diagnostischen Bereich erweitert haben und heute bei speziellen Fragestellungen in die Routineuntersuchung eingefügt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese sind z.B.:

 

  • ◆ „dickere“ 2D-Schichten z.B. zur gleichzeitigen Darstellung aller Finger oder Zehen
  • ◆ die räumliche Darstellung der Blutflüsse in der Plazenta
  • ◆ ansonsten nicht erreichbare Schichteinstellung im Kind
  • ◆ die räumliche Darstellung von Blutflüssen im fetalen Herz

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und durch Einsatz hochmoderner virtueller „Beleuchtung“ und Farbgebung absolut faszinierende Einblicke in das Leben vor der Geburt. Mehr dieser wirklich erstaunlichen Bilder finden Sie in der Galerie.

Embryo in der 12. SSW
Fuß und Zehen in der 22. SSW
Plazentagefäße
Kopf in der 14. SSW in Schichtaufnahmen
Embryo 11. SSW
Gesicht in der 30. SSW

Vorteile der 3D/4D-Sonographie

 

Die „normale“ Ultraschalluntersuchung und Fehlbildungsdiagnostik wird immer mittels zweidimensionaler real-time-Sonographie durchgeführt. 

Die 3D/4D Technik ersetzt diese nicht, sondern liefert uns zusätzliche diagnostische Informationen bei bestimmten Fragestellungen.

So sind Ebenen und Ansichten möglich, die sich ansonsten nicht einstellen lassen würden. Auch werden bestimmte Details kontrastreicher hervorgehoben. 

 

Ein große Vorteil für den Pränataldiagnostiker ist jedoch die Speicherung und nachträgliche Bearbeitungsmöglichkeit von Volumenaufnahmen. So können nach der eigentlichen Untersuchung in Ruhe verschiedene Ebenen, Schichten und Oberflächendarstellungen in einem Volumen angesehen werden, welches während der Untersuchung ohne Zeitverzug gespeichert wurde.

 

Bei äußerlichen Fehlbildungen (z.B. eine Lippen-Kiefer-Spalte) können die Eltern sich Ihr Kind und dessen Fehlbildung viel besser vorstellen und gehen direkt nach der Geburt (durch vorherige Beratungen auch mit Kinderärzten) viel gelassener und informierter mit der vorhandenen Fehlbildung ihres Kindes um. 

 

Natürlich ist der größte Vorteil in den Augen der werdenden Eltern die inzwischen lebensnahe Abbildung ihres Kindes.

 

 

 

 

 

Nachteile der 3D/4D-Sonographie

 

Aufgrund der enormen Datenmenge schnell hintereinander folgender Volumina und deren Berechnung ist auch heute noch die Auflösung der Bilder naturgemäß geringer als in der 2D-Sonographie. Strukturen, die vor dem Untersuchungsgebiet (z.B. Gesicht oder Herz) liegen (Arme, Beine, Nabelschnur) beeinträchtigen die Darstellung viel mehr als im „normalen“ 2D-Ultraschallbild

Das gleiche gilt für eine ungünstige Lage des Kindes, einem nur geringen Fruchtwasserdepot vor dem untersuchten Gebiet oder echodichten mütterlichen Bauchdecken nach einem Kaiserschnitt oder bei erhöhtem BMI.

3D/4D in unserer Praxis

 

 

Kein Kind sollte im Rahmen eines Babyfernsehens “einfach nur angeschaut“ werden unter explizitem Ausschluss medizinischer Fragestellungen, wie dies durchaus angeboten wird.

Denn dann könnte es passieren, dass ein wichtiges Problem (z.B. ein Herzfehler) nicht entdeckt wird. 

 

 

Unsere Praxis versteht sich primär als ärztliche Institution. Die DEGUM Stufe II bedeutet eine hohe Qualifikation aber auch eine besondere Verpflichtung zur vorgeburtlichen Ultraschalldiagnostik. Ein reines Babyfernsehen ohne medizinischen Hintergrund ist mit der Ethik hinter dieser Qualifikation nicht vereinbar und wird von uns auch nicht angeboten.

 

Da unsere Praxis mit Ultraschallen mit medizinischer Zielrichtung vollkommen ausgelastet ist, können wir momentan auch keine alleinigen 3D/4D-Ultraschalluntersuchungen nach einer bereits erfolgten differenzierten Fehlbildungsdiagnostik anbieten.

 

 

 

Angebot 3D/4D

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Patientinnen in der gesetzlichen Krankenversicherung

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Die 3D/4D-Sonographie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen nicht enthalten und wird somit von diesen nicht erstattet. Wenn 3D/4D-Bilder möglich sind und gewünscht werden, so können Sie diese über die Bilder-CD mit 3D/4D-Option erwerben.

 

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Patientinnen in der privaten Krankenversicherung

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In der seit mehr als 20 Jahren unveränderten Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gibt es keine Gebührenziffer für 3D/4D-Ultraschall, da dieser 1996 noch nicht existierte.

Daher wird von uns eine Analogziffer angesetzt (GOP A5733 = € 46,63), wenn ein 3D/4D-Verfahren während der Ultraschalluntersuchung zur Anwendung kommt.

Diese Analogbewertung ist durch ein rechtskräftiges Urteil des VG Köln (1 K 3485/16) vom 23.2.17 bestätigt worden.

Gesichtsdarstellung in der 33. SSW

Gesicht 33. SSW

Räumliche Darstellung des kindlichen Oberkiefers

Räumliche Darstellung Oberkiefer

Darstellung der Herzklappen (AV-Klappen)

© Dr. Bernd Berschick 2018

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