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Praxis für Pränatale Diagnostik und Therapie 

Dr. Bernd Berschick - DEGUM II                   

Ultraschall-Feindiagnostik

Dopplersonographie

Nabelschnur im Farbdoppler

Die Dopplersonographie ist ein Ultraschallverfahren, mit dem Blutflüsse im Herz oder in den Gefäßen sichtbar gemacht werden (Farbdoppler) oder die Flussgeschwindigkeiten in Gefäßen untersucht werden können (Spektraldoppler).

Diese Form der Sonographie erhält ihren Namen vom „Dopplereffekt“, der z.B. auch dafür verantwortlich ist, dass sich die Tonhöhe vorbeifahrender Autos ändert.

Anwendung in der Schwangerschaft


Mit ihr werden das Strömungsverhalten und das Blutflussmuster in verschiedenen Gefäßen der Mutter (Gebärmutterarterien) und des Kindes (z.B. Nabelschnur, Hirnarterien, venöse Gefäße) untersucht. Hieraus können Rückschlüsse auf die Versorgung des Kindes gezogen und spezielle Fragestellungen (kindliche Blutarmut, mütterliche Gefährdung für Präeklampsie) untersucht werden.


Grundsätzlich kann die Dopplersonographie zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft sinnvoll sein. Sie ist daher integrierter Bestandteil vieler weiterführender Untersuchungen:


  • In der Frühschwangerschaft ergänzt die Untersuchung der Blutflüsse in den Gebärmutterarterien die Risikoberechnung im Rahmen des Präeklampsie-Screenings. 


  • Beim Ersttrimester-Screening besteht einer der zusätzlichen Parameter in der Untersuchung des Blutflusses in einem Gefäß vor dem Herz. Auch das Herz selber kann ab der 12.-13. SSW bereits im Farbdoppler untersucht werden.


  • Bei der weiterführenden differenzierten Organdiagnostik und der fetalen Echokardiographie wird der Farbdoppler zur genaueren Untersuchung des Herzens und seiner Gefäße eingesetzt. Weiterhin werden mit der Farbdarstellung die Blutflüsse in der Nabelschnur und in weiteren kindlichen und mütterlichen Gefäßen untersucht.


  • Im späteren Verlauf der Schwangerschaft wird die Doppler-Ultraschalluntersuchung der mütterlichen und kindlichen Gefäße eingesetzt, um eine Durchblutungsstörung der Plazenta erkennen oder ausschließen und damit die Versorgung des Kindes beurteilen zu können.


Dopplerflussmessung im kindlichen Kreislauf

Indikationen für die Dopplersonographie können z.B. sein:



  • Verdacht auf bzw. bestehende kindliche Wachstumsverzögerung


  • Verdacht auf Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung)


  • Präeklampsie in vorangegangener Schwangerschaft


  • mütterliche Erkrankungen (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit oder Störungen der Blutgerinnung)


  • verminderte Fruchtwassermenge


  • auffälliges Aussehen des Mutterkuchens


  • Auffälligkeiten im CTG


  • Mehrlingsschwangerschaften


  • Nur eine (singuläre) Nabelschnurarterie
Dopplerkurve der Gebärmutterarterie

Die Dopplersonographie ist ein für ihr Kind ungefährliches Untersuchungsverfahren. Da aber jede Ultraschallanwendung sehr geringe Mengen Energie in den Körper abgibt, sollte eine deutlich zu lange Untersuchungszeit vermieden werden. 


Durch modernste Gerätetechnik und die Expertise des Untersuchers können in unserer Praxis möglichst kurze Untersuchungszeiten gewährleistet werden.

© Dr. Bernd Berschick 2024

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